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Vorläufiger Schlussbericht vom 183. Oktoberfest in München

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Trotz leichtem Besucherrückgang - Wiesn 2016 war ein voller Erfolg

Das 183. Oktoberfest begann am 17. September wie es am 3. Oktober endete: regennass und kühl. Spätsommerliche Temperaturen zogen in den Tagen dazwischen Wiesnbegeisterte aus München und dem Rest der Welt auf die Theresienwiese. Sie erlebten eine Wiesn „wie früher“. Entschleunigtes Bummeln war angesagt, die Zelte waren weitgehend für ein Zelt-Hopping offen und die Stimmung war insgesamt sehr entspannt. Nach Schätzung der Festleitung kamen 5,6 Millionen Gäste auf das Oktoberfest, das erstmals als „kleine Wiesn“ einen Tag länger dauerte. Besonders am letzten Wiesn-Wochenende kamen wieder Italiener (in Tracht) auf die Wiesn . Die Campingplätze vermelden vor allem Gäste aus Italien, aber auch aus Australien, Brasilien, Neuseeland, Uruguay und den USA.

Essen & Trinken
Der Sprecher der große Wiesnwirte vermeldet einen Rückgang an Essen und Trinken um 12 bis 15 Prozent zum Vorjahr. Der Sprecher der kleinen Wiesnwirte ist insgesamt mit dem Verzehrkonsum in den kleinen Wiesnzelten sehr zufrieden. Im Straßenverkauf gab es wohl wetterbedingten Rückgang. Die Cafézelte litten unter den sommerlichen Temperaturen, wohingegen in den Biergärten reger Betrieb war. In der Ochsenbraterei wurden 109 Ochsen verspeist. Die Kalbsbraterei meldet einen Verzehr von 58 Kälbern.

Her mit den Krügen!
Aufmerksame Ordner nahmen den Andenkenjägern rund 96.000 Bierkrüge in den Zelten und an den Ausgängen des Festgeländes ab.

Die Schaustellerei
Wetterbedingt verlief das Geschäft der Schausteller „in der Norm“. Aktives Mitmachen war angesagt, Schieß- und Spielbuden waren der Renner.

Souvenirs, Souvenirs
Der offizielle Oktoberfest-Bierkrug mit dem Wiesn-Plakatmotiv war bei Sammlern in aller Welt gefragt. Das Wiesn-Postamt verschickte die meisten Krüge nach Australien, Neuseeland, Frankreich und in die USA. Stärker als in den Jahren zuvor wurde Post auch nach Skandinavien versendet. Die fröhlich wackelnden Hendl- und Sepplhüte wurden oft gesehen und trugen zur Erheiterung der Gäste bei.

Der Wiesn-Hit
Das Rennen um den Wiesn-Hit 2016 hat „Hulapalu“ von Andreas Gabalier gewonnen und verweist „Ham kummst“ von Seiler und Speer auf den zweiten Platz.

Polizei
Die Polizei spricht von einer „sicheren Wiesn“ und lobt ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften. Auch das Sicherheitskonzept hat aus Sicht der Polizei gegriffen.

Kinderfundstelle und Jugendamt
Es wurden 158 Kinder in den Räumen der Kinderbetreuungsstelle gewickelt oder gestillt. Neun verloren gegangene Kinder wurden von den Mitarbeiterinnen der Kinderfundstelle des BRK-Kreisverbandes München betreut sowie 16 Kinder und Jugendliche vom Personal des Jugendamtes der Landeshauptstadt München.

Security Point
Im Rahmen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ stand mit dem Security Point auf dem Oktoberfest wieder eine Anlaufstelle für Frauen in unterschiedlichsten Notlagen auf dem Oktoberfest zur Verfügung. Betreut wurde dieser Service von geschulten Mitarbeiterinnen der Initiativen AMYNA – Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch, IMMA – Initiative Münchner Mädchenarbeit und dem Frauennotruf München, die mit Rat und Tat hilfesuchenden Wiesn-Besucherinnen zur Seite standen. Mit diesem spezifischen Hilfsangebot für Mädchen und Frauen ist das Oktoberfest weltweit führend.

Fundstücke
Bis Wiesn-Schluss zählte das Wiesn-Fundbüro rund 2.915 Fundstücke, darunter 680 Kleidungsstücke, 660 Geldbörsen, 580 Ausweise, 410 Smartphones und Handys, 250 Brillen, 220 Schlüssel, 90 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 55 Regenschirme und Stöcke, 55 Schmuckstücke und Uhren sowie 15 Fotoapparate. Als Kuriosa wurden während der zweiten Wiesn-Woche abgegeben: Je ein paar beige und braune Stöckelschuhe, eine Kinderlederhose, eine schwarze Stoffhose und eine Jeans, Party-Tröten und ein Frisbee, zwei Romane „Nie wieder Blondinen“ mit Widmung, ein ipad, zwei GoPro-Kameras, ein rosefarbener Fotoapparat, ein ärztliches Attest und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (für die Dauer der Wiesn), eine Packung Paracetamol, zwei Hörgeräte, 510,70 Euro in bar (Eigentümer bekannt) und eine städtische Stempelkarte.

Eine Verlustanfrage besonderer Art stellte ein echter Bayer: „I lost mei Oide“. Leider konnte dem guten Mann in dieser Angelegenheit nicht geholfen werden.

Die Wiesn-Pressestelle
Die Pressestelle zählte rund 5348 Journalistenkontakte aus dem In- und Ausland wie Argentinien, Australien, Brasilien, Bulgarien, China, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, Österreich, Philippinen, Polen, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Russland, Schweiz, Slowenien, Spanien, Südkorea, Thailand, Ukraine und den USA.

Es wurden 469 Dreh- und Fotogenehmigungen an verschiedene Film- und TV-Teams sowie Onlinedienste erteilt. 55 Pressemitteilungen wurden im Vorfeld und während der Wiesn ausgegeben.

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