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Wiesn auf gut Münchnerisch mit vorläufigem Schlußbericht

Schön war sie wieder, die Wiesn in München. 

Das 182. Oktoberfest war eine typische „Herbstwiesn“: Sonnenschein am Tag, bitter kalt am Abend. Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch und so feierten die Wiesn-Fans wieder ausgiebig auf der Theresienwiese in München. Nach Schätzung der Festleitung kamen 5,9 Millionen Gäste auf die Theresienwiese (2014: 6,3 Millionen), davon wurden auf der Oidn Wiesn hochgerechnet rund 535.000 zahlende Besucher gezählt (2014: 570.000 Gäste).

Das Oktoberfest war in diesem Jahr sehr münchnerisch geprägt. Weniger touristische Gäste fanden den Weg auf die Theresienwiese. Die aber da waren, freuten sich, und genossen mit den Einheimischen die entspannte Atmosphäre. Auffallend zahlreich waren Münchner Familien vertreten, die das Gemeinschaftserlebnis „Wiesn“ wiederentdeckten.

Besonders am letzten Wiesn-Wochenende kamen viele Italiener auf die Wiesn. Die Campingplätze vermelden Gäste aus Australien, Brasilien, Belgien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, der Schweiz und den USA. Insgesamt sind Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit dem Verlauf der Wiesn zufrieden.

Essen & Trinken
Der Trend zum Genuss setzte sich bis zum Wiesn-Schluss fort. Die Gäste entdeckten die Vielfalt der kulinarischen Angebote von klassisch-bayrisch bis bayrisch mit Pfiff. Das traditionelle Wiesn-Hendl aber wurde trotz aller Konkurrenz nach wie vor gerne geordert. Die Hygienepraxis in den Wirtsküchen war sehr gut. Die neue Allergenkennzeichnung erfolgte bis zum Schluss reibungslos.

In der Ochsenbraterei wurden 114 (2014: 112) Ochsen verspeist. Die Kalbsbraterei meldet einen Verzehr von 50 (2014: 48) Kälbern. Die Oktoberfest-Gäste tranken nach Angaben der Festwirte insgesamt 7,3 Millionen (2014: 7,7 Millionen) Maß Bier.

Her mit den Krügen!
Aufmerksame Ordner nahmen den Andenkenjägern rund 110.000 (2014: 112.000) Bierkrüge in den Zelten und an den Ausgängen des
Festgeländes ab.

Souvenirs, Souvenirs
Der offizielle Oktoberfest-Bierkrug mit dem Wiesn-Plakatmotiv war bei Sammlern in aller Welt gefragt. Das Wiesn-Postamt verschickte die meisten Krüge nach Australien und in die USA. Der Luftballon als Souvenir war im Aufwind: Von den aktuellen Minions bis zum rosaroten Schweinchen war alles zu haben.

Polizei
Die Polizei spricht von einer „normalen Wiesn“ und lobt ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften.

Kinderfundstelle und Jugendamt
Es wurden 183 Kinder in den Räumen der Kinderbetreuungsstelle gewickelt oder gestillt. 21 verloren gegangene Kinder wurden von den Mitarbeiterinnen der Kinderfundstelle des BRK-Kreisverbandes München betreut sowie 16 Kinder und Jugendliche vom Personal des Jugendamtes der Landeshauptstadt München.

Fundstücke
Bis Wiesn-Schluss zählte das Wiesn-Fundbüro rund 2.948 Fundstücke, darunter 650 Kleidungsstücke, 600 Ausweise, 580 Geldbörsen, 250 Schlüssel, 320 Smartphones und Handys, 220 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 230 Brillen, 35 Regenschirme und Stöcke, 45 Schmuckstücke und Uhren sowie 18 Fotoapparate.

Als Kuriosa wurden während der zweiten Wiesn-Woche 2015 abgegeben:
Ein Hund, drei Eheringe, zwei Lederhosen, zwei Dirndl, eine elektrische Luftpumpe, eine Jeans, ein KFZ-Kennzeichen, ein Holzschild mit der Aufschrift „Sauerkraut“, Krücken, eine GoPro-Kamera, Bargeld zu je 690 und 600 Euro.

Wiesn-Pressestelle
Die Pressestelle zählte rund 5.064 Journalistenkontakte aus dem In- und Ausland (2014: 4.678) wie Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Polen, Mexiko, Niederlande, Niger, Russland, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Uruguay und den USA.

Quelle: Wiesn-Pressestelle

Letzte Änderung amSonntag, 04 Oktober 2015 13:21
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