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Geschichte des Oktoberfest

Alles begann mit einer Hochzeit - auf diesen kurzen Nenner lassen sich die Anfänge des heute größten Volksfestes der Welt bringen. Von den Anfängen zur Veranstaltung von internationalem Rang war es ein weit Weg, der von vielen netten, skurrilen aber auch tragischen Ereignissen geprägt war.

Viele Geschichten und Anekdoten aus mittlerweile über 200 Jahren Geschichte von Oktoberfest, Theresienwiese und Bavaria haben sich mit der Zeit angesammelt. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einige interessante Details davon näher bringen.

Von 1810 bis heute
Kurzchronik der Wiesn

Beginnend mit der Hochzeit des Kronprinzen Ludwig von Bayern mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen im Jahre 1810 bis in die Neuzeit. Lesen Sie unsere kurze tabellarische Zusammenfassung von über 200 Jahren Oktoberfest-Geschichte anhand der wichtigsten Ereignisse.

12.10.1810 Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen; Pferderennen auf der Theresien-Wiese. 1811 Das Pferderennen findet erneut am 12. Oktober statt - die Tradition der "Oktober"-Feste beginnt. 1813 Wegen des Krieges gegen Napoleon fällt das Oktoberfest erstmals aus. 1818 Zum ersten Mal Bierausschank auf dem Oktoberfest - auch ein Karussel und zwei Schaukeln werden aufgestellt. 1819 Der Beschluß, das Oktoberfest fortan jährlich stattfinden zu lassen, wird gefaßt. 1835 Der erste Trachten- und Schützenumzug durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese findet statt. 1850 Aufstellung der "Bavaria" Ludwig Schwanthalers auf der Anhöhe über der Theresienwiese. 1854 Auf Grund einer Cholera-Epidemie mit rund 3000 Toten alleine in München fällt das Oktoberfest aus. 1866 Nach dem Krieg gegen Preußen fällt das Oktoberfest erneut aus. 1869 Das "Original-Zauber-Spezialitäten-Theater" von Michael August Schichtl ist zum ersten Mal auf der Wiesn vertreten. 1870 Das Oktoberfest fällt wegen des deutsch-französischen Krieges aus. 1873 Wegen einer erneuten Cholera-Epidemie fällt das Oktoberfest wieder aus. 1880 Erstmals hielt das elektrische Licht auf der Wiesn Einzug. Etwa 400 Wirtsbuden und Schaustellerbetriebe erstrahlten in elektrischem Licht. 1885 Die erste und damals einzige Hühnerbraterei der Welt von Joseph Ammer wird auf der Wiesn aufgebaut. 27.09.1887 In einem Vorläufer des heutigen Weinzelts, der Weinhütte, brach wegen einer umgefallenen Petroleumlampe ein Feuer aus, dass auf fünf weitere Buden übergriff. Der Wirt kam beim Großbrand ums Leben. 1896 Die ersten großen Bierburgen wurden von unternehmungslustigen Wirten in Zusammenarbeit mit den Brauereien aufgestellt. 1906 Anton Bausch baut nach Pariser Vorbild den wahrscheinlich ersten deutschen Toboggan, eine ursprünglich amerikanische Turmrutschbahn. 1914-1918 Die Wiesn fällt während des 1. Weltkriegs aus. 1919 Es findet nur ein kleineres Herbstfest statt.
Der noch heute auf der Wiesn vertretene Kettenflieger der Familie Kalb wird von der Berliner Firma Gundelwein und Fischer hergestellt. 1920 Das Oktoberfest fällt aus, nur ein kleineres Herbstfest wird ausgerichtet. 1923 Wegen der galloppierenden Inflation kann das Oktoberfest nicht stattfinden. 1924 Die Krinoline begeistert erstmalig auf dem Oktoberfest die Münchner. 1925 Das kleine Riesenrad, auch Russenrad genannt, wird im Juni von Josef Esterl in Betrieb genommen. 1939-1948 Das Oktoberfest findet wegen des 2. Weltkrieges und seiner Folgen nicht statt. Den Münchner Bürgern ist während dieser Zeit nicht zum feiern zumute. 1946-1948 Wegen der schwierigen Situation der Nachkriegszeit kann kein Oktoberfest stattfinden. Anstelle dessen werden kleinere Herbstfeste ausgerichtet. 1948 Auf dem anstelle der Wiesn veranstalteten Herbstfest zeigt Peter Mathes zum ersten Mal seinen Flohzirkus. 1949 Nach dem 2. Weltkrieg findet erstmals wieder eine richtige Wiesn statt. 1950 Erstmals wird die Wiesn mit den feierlichen Anstich des ersten Fasses durch den damaligen Münchner Oberbürgermeister Thomas Wimmer eröffnet. 1952 Zur Vermarktung des Oktoberfestes schreibt die Stadt München erstmals einen Plakatwettbewerb aus. 50.000 Prospekte mit dem Siegermotiv werden in alle Welt versandt. 17.12.1960 Ein Flugzeug mit 20 Insassen streift den Turm der Paulskirche und stürzt auf eine Trambahn in der Martin-Greif-Straße in unmittelbarer Nähe zur Theresienwiese. 53 Menschen kommen ums Leben, 20 werden verletzt. 1978 Der erste mit dem Oktoberfestplakatmotiv verzierte offizielle Wiesn-Maßkrug wird aufgelegt. 1979 Das heutige Riesenrad der Familie Willenborg mit einer Höhe von 50 Metern wird von der Firma Schwarzkopf erbaut. 26.09.1980 Ein Neonazi verübt einen Bombenanschlag auf dem Oktoberfest. 13 Tote und über 200 Verletzte sind die schreckliche Bilanz. Ein Mahnmal erinnert heute an die Opfer. Zwölf Stunden nach dem Attentat wird der Oktoberfestbetrieb trotz kritischer Stimmen fortgesetzt. 1985 175 Jahre Oktoberfest 2000 Im Milleniums-Jahr dauert die Wiesn erstmals 18 Tage - der Feiertag "Tag der deutschen Einheit" am 3. Oktober wird mit einbezogen. 2001 In Anbetracht der schrecklichen Ereignisse des 11. Septembers fällt der Wiesn-Anstich durch den Oberbürgermeister aus - statt dessen gibt es eine besinnliche Eröffnungsveranstaltung; in den ersten Tagen bleiben die Besucher aus. 04.10.2002 Die Wirtsbude "Glöckle-Wirt" brennt in den frühen Morgenstunden vermutlich wegen technischem Defekts ab. Schon in der folgenden Nacht wurden alle Reste beseitigt und der Biergarten des angrenzenden Schottenhamel-Zelts entsprechend erweitert. 2010 200 Jahre Oktoberfest 2011 Die "Oide Wiesn" wird erstmal zusätzlich zum Oktoberfest auf dem Südteil der Theresienwiese abgehalten. 2014 Das 181. Oktoberfest wird gefeiert. 2015 Das 182. Oktoberfest wird als große Wiesn gefeiert, da im Südteil die Oide Wiesn aufgebaut ist.
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Traditionsbuden

  • Kepplersche Schießbude ein historisches Schmuckstück auf der Oidn Wiesn
    Kepplersche Schießbude ein historisches Schmuckstück auf der Oidn Wiesn

    Schießbude mit mechanischen Scheiben

    Einen authentischen Raumeindruck aus der Zeit um 1900 vermittelt die Schießbude von Maximilian Fritz, die erstmals auf der Oidn Wiesn zu finden ist. Der Antiquitätenhändler erwarb 1986 das Schießgeschäft der langjährigen Wiesn-Beschickerin Kunigunde Keppler, das aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammt.

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  • Der Münchner Vogelpfeifer
    Der Münchner Vogelpfeifer

    Der Münchner Vogelpfeifer heißt Horst Berger und ist der Nachfolger des bekannten Münchner Vogelstimmenimitators Michael Bader, der 47 Jahre lang auf den Münchner Oktoberfesten der Nachkriegszeit residierte.

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  • Original Pitt’s Todeswand
    Original Pitt’s Todeswand

    Das 1932 von Pitt Löffelhardt und Ludwig Seeger gegründete Geschäft, begeistert seit der ersten Nachkriegs-Wiesn die Besucher auf dem Münchner Oktoberfest.

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  • Schießbuden auf dem Oktoberfest
    Schießbuden auf dem Oktoberfest

    Die ersten Schießgeschäfte hielten als Schießstände um 1840 auf Volksfesten Einzug. In den 1870er Jahren wurden die ersten Schießbuden aufgebaut, heute stehen moderne Schießwagen zum Testen der Zielsicherheit bereit. In den 1880er Jahren kam das Schießen auf Objekte aus Ton auf.

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  • Auf geht´s beim Schichtl
    Auf geht´s beim Schichtl

    Mit dem Fallbeil als Requisit für die makaber-komische Illusionsnummer 'Enthauptung einer lebenden Person' ist für München untrennbar der Name Schichtl verbunden und der Schlachtruf 'Auf geht´s beim Schichtl' ist eine Art Synonym zu 'Auf geht´s zum Oktoberfest'. Papa Schichtls Ruf wurde im Laufe der Jahre sprichwörtlich und hat ihn um Generationen überlebt - bis heute.

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Aktuell

  • Das offizielle Oktoberfest Plakatmotiv für 2017
    Das offizielle Oktoberfest Plakatmotiv für 2017

    Sieger des Oktoberfest-Plakatwettbewerb 2017 gekürt.

    Seit 1952 schreibt die Landeshauptstadt München als Veranstalterin des Oktoberfests alljährlich einen Wettbewerb um das Motiv des Oktoberfest-Plakats aus. Zum Jubiläum „65 Jahre Oktoberfest-Plakat“ in diesem Jahr lobte das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Landeshauptstadt München erstmals in der Geschichte dieses Designwettbewerbs den Oktoberfest-Plakatwettbewerb online auf dem offiziellen Stadtportal muenchen.de aus. Professionelle Grafiker, Grafikdesigner, Künstler, Studierende der Kunstakademien und Fachhochschulen für visuelle Kommunikation und jeder, der einen Plakatentwurf zum Oktoberfest gemäß den technischen und inhaltlichen Vorgaben hochladen konnte, war zur Teilnahme aufgefordert.

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  • Publikumabstimmung für das offizielle Oktoberfestplakat 2017 gestartet
    Publikumabstimmung für das offizielle Oktoberfestplakat 2017 gestartet

    Wiesn-Plakat 2017 - Publikums-Voting bis 25.1.17 auf muenchen.de

    Am Mittwoch, 11. Januar, startete auf dem offiziellen Stadtportal muenchen.de das Publikumsvoting für das Oktoberfestplakat 2017. Bis Mittwoch, 25. Januar, können Oktoberfest-Fans für ihr Lieblingsmotiv stimmen. Eingesendet wurden 143 Vorschläge, von denen nun 49 gültige Plakatentwürfe im Publikumsvoting zur Auswahl stehen. Die 30 beliebtesten kommen schließlich in die Endauswahl durch die Oktoberfest-Plakatjury.

    muenchen.de - Das Münchner Stadtportal
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  • Vorläufiger Schlussbericht vom 183. Oktoberfest in München
    Vorläufiger Schlussbericht vom 183. Oktoberfest in München

    Trotz leichtem Besucherrückgang - Wiesn 2016 war ein voller Erfolg

    Das 183. Oktoberfest begann am 17. September wie es am 3. Oktober endete: regennass und kühl. Spätsommerliche Temperaturen zogen in den Tagen dazwischen Wiesnbegeisterte aus München und dem Rest der Welt auf die Theresienwiese. Sie erlebten eine Wiesn „wie früher“. Entschleunigtes Bummeln war angesagt, die Zelte waren weitgehend für ein Zelt-Hopping offen und die Stimmung war insgesamt sehr entspannt. Nach Schätzung der Festleitung kamen 5,6 Millionen Gäste auf das Oktoberfest, das erstmals als „kleine Wiesn“ einen Tag länger dauerte. Besonders am letzten Wiesn-Wochenende kamen wieder Italiener (in Tracht) auf die Wiesn . Die Campingplätze vermelden vor allem Gäste aus Italien, aber auch aus Australien, Brasilien, Neuseeland, Uruguay und den USA.

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  • Maßkrug hält nicht, was er verspricht
    Maßkrug hält nicht, was er verspricht

    Wenn der Maßkrug schneller leer wird als getrunken werden kann

    Ja es trifft nicht nur die zigfachen Rückrufaktionen der Autohersteller und Smartphonehersteller. Es geht jetzt auch schon bei den Maßkrügen los.

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  • Oktoberfest-Gutscheine gelten weiter
    Oktoberfest-Gutscheine gelten weiter

    Wiesn-Gutscheine gelten nach dem Oktoberfest weiter

    Wiesn-Gutscheine, die auf dem Oktoberfest nicht eingelöst wurden, gelten nach Angaben der Festwirte bis zum angegebenen Datum in folgenden Betrieben:

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