A+ A A-

Oide Wiesn und bairisches Brauchtum Empfehlung

Die Oide Wiesn 2014 

Das Oktoberfest ist seit über 200 Jahren der Höhepunkt des Münchner Volksfestkalenders. 2010 setzte die Jubiläumsfeier „200 Jahre Oktoberfest“ der Wiesn die Krone auf: Nostalgische Volksfestattraktionen, bunte Trachtenpracht, Pferderennen nach dem Vorbild von 1810, Museums- und Tierzelt und vor allem Festzelte, in denen Gemütlichkeit und bayrisches Brauchtum gepflegt wurden, machten diese Veranstaltung zu einem großen Publikumserfolg, der sich 2011 mit der Oidn Wiesn als feste Einrichtung fortsetzte. Seither bekommt auf dem Südteil der Theresienwiese Volksfest-Tradition, bairisches Brauchtum, Münchner Gastlichkeit und jugendfrische VolXmusik einen festen Platz.

Die Schaustellerei

Fans historischer Fahrgeschäfte, die auf dem Oktoberfest bisher in der altehrwürdigen Krinoline ihre Runden drehten oder sich in der Hexenschaukel herumwirbeln ließen, finden auf der Oidn Wiesn pure Schaustellernostalgie. Hier dreht sich der „Kettenflieger Kalb“ von 1919, die „Dicke Berta“ stellt Muskelkraft auf die Probe und die „Fahrt ins Paradies“ über Berg und Tal erinnert an die gute alte Zeit. Die Ära von Rock 'n' Roll und Petticoat wird im rasanten Calypso der 1950er Jahre lebendig. Amüsement für Fahrgäste wie Zuschauer bietet das Velodrom mit seinen kuriosen Radrennen. Volksfest-Klassiker wie Schiffschaukel, Kinderkarussell und Kettenflieger runden neben historischen Wurf- und Schießbuden das Vergnügungsangebot ab. Familienfreundlich sind die Fahrpreise: Alle Fahrgeschäfte können für nur einen Euro ausprobiert werden.

Das Museumszelt mit einer Sonderschau

Im Museumszelt der „Münchner Schausteller-Stiftung“, deren Sammlung im Münchner Stadtmuseum verwahrt ist, wird die Geschichte des Oktoberfestes lebendig gemacht. Im Zentrum lädt die Münchner Schiffschaukel aus der Zeit um 1925 mit der prächtigen Dekoration zum Schaukeln ein. Süßigkeiten gibt es im „Wiener Eispalast“ von 1937; Brotzeit und Bier in der historischen Wurstbraterei. Das Leben der Schausteller wird über den ältesten erhaltenen Wohnwagen, Baujahr 1905, sowie weitere Wohn- und Packwägen präsentiert. Im Außenbereich stehen die alten Bulldogs und Zugmaschinen sowie mehrere Jahrmarktsorgeln, die regelmäßig gespielt werden.

„Der Keferloher, ungebrochen cool“ ist der Titel einer Sonderschau, die der Verein Münchner Oktoberfestmuseum e.V. im Museumszelt präsentiert. Im Mittelpunkt steht der graue, tonnenförmige und salzglasierte Steinzeug-Bierkrug, in dem das Bier auf der Oidn Wiesn noch traditionell ausgeschänkt wird. Das Traditionsgefäß war in Gefahr, ab 2015 einer EU-Richtlinie zum Opfer zu fallen.



Ein Aktionsprogramm für Kinder, organisiert und durchgeführt von „Kultur & Spielraum e.V.“, richtet sich an ein Familienpublikum und an Schulklassen. Hier können sich die Kinder an alten Wiesn-Spielen beteiligen wie Reifentreiben mit Holzrädern, Pferderennen mit Pappmaché-Pferden, Ringelstechen auf Böcken oder Bierfässern oder Mus-Essen mit verbundenen Augen. Dies alles findet im Freien statt und belebt somit das Umfeld des Museumszeltes. Bei schlechtem Wetter können alle Veranstaltungen im Zelt durchgeführt werden.

Auf der Parade der Schaubude „Urwald-Dämonen“ spielen am Nachmittag verschiedene Musikgruppen traditionelle und neuere bayrischen Volksmusik. Ab 17 Uhr treten hier täglich die „Hinterberger Musikanten“ auf. Das Museumszelt ist von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, die Teilnahme an den Kinderspielen kostenlos.

Die Festzelte

Das Festzelt „Tradition“ der Wirtefamilien Winklhofer und Wieser setzt auf zünftige Blasmusik und Münchner Schmankerlküche. Traditionsbewusste können sich im Weißbiergarten zum Weißwurstfrühstück treffen. Für die jüngsten Wiesn-Gäste wird neben dem zelteigenen Biergarten ein kindgerechter Limogarten mit Limobrunnen eingerichtet. Den erwachsenen Wiesn-Gängern wird das Augustiner-Festbier aus dem Holzfass schmecken, serviert im typischen Keferloher. Für die passende Stimmung sorgen die Trachtlerinnen und Trachtler der Brauchtumsvereine des bayerischen Oberlands mit Volksmusik und -tanz, Goaßlschnalzern und Schuhplattlern.

Das Herzkasperl-Festzelt des Münchner Volkskulturpreisträgers und Wirts der Traditionsgaststätte Fraunhofer Josef Bachmaier bietet der jungen Volksmusikszene eine Bühne.
Einfallsreich, witzig, interkulturell, frech und auch mal aufmüpfig kommen die Musikantinnen und Musikanten daher. Mit dabei sind bekannte Formationen wie zum Beispiel G.Rag & die Landlergschwister, Blaskapelle Josef Menzl, Attwenger, Zirbeldirn, Balkanauten oder Coconami. Ein Tanzboden im Zelt und im Garten lädt zum Tanzen nicht nur von Zwiefachen ein. Die Küche bietet bodenständigbayrische Schmankerl wie hausgemachtes Kalbs-Lüngerl, aber auch vegane Spezialitäten und Bio-Hendl.

Letzte Änderung amDienstag, 02 Juni 2015 16:43
Nach oben

Werbung

Oktoberfest Live

Translation

Aktuell

  • Oktoberfestaufbau – Wege über die Wiesn
    Oktoberfestaufbau – Wege über die Wiesn

    Fußweg über das Oktoberfestgelände in der Aufbauphase

    Aus Sicherheitsgründen ist das Betreten der Großbaustelle auf der Theresienwiese nicht erlaubt. Bis Ende August bleibt jedoch ein ausgeschilderter Fuß- und Radweg über das Gelände offen:

    Kommentar: lesen/eintragen weiterlesen...
  • Getränkepreise auf der Wiesn 2017
    Getränkepreise auf der Wiesn 2017

    Die aktuellen Bierpreise auf dem Oktoberfest 2017

    Die gastronomischen Betriebe haben dem Referat für Arbeit und Wirtschaft die von ihnen geplanten Getränkepreise für die Wiesn 2017 mitgeteilt. Demnach wird eine Mass Festbier zwischen 10,60 Euro und 10,95 Euro kosten, durchschnittlich 2,55 Prozent mehr als im Vorjahr. 2016 reichte die Preisspanne von 10,40 Euro bis 10,70 Euro. Die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke betragen pro Liter für Tafelwasser 8,73 Euro (Vorjahr 8,27 Euro), Spezi 9,64 Euro (Vorjahr 9,27 Euro) und für Limonade 9,55 Euro (Vorjahr 9,04 Euro).

    Kommentar: lesen/eintragen weiterlesen...
  • Das offizielle Oktoberfest Plakatmotiv für 2017
    Das offizielle Oktoberfest Plakatmotiv für 2017

    Sieger des Oktoberfest-Plakatwettbewerb 2017 gekürt.

    Seit 1952 schreibt die Landeshauptstadt München als Veranstalterin des Oktoberfests alljährlich einen Wettbewerb um das Motiv des Oktoberfest-Plakats aus. Zum Jubiläum „65 Jahre Oktoberfest-Plakat“ in diesem Jahr lobte das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Landeshauptstadt München erstmals in der Geschichte dieses Designwettbewerbs den Oktoberfest-Plakatwettbewerb online auf dem offiziellen Stadtportal muenchen.de aus. Professionelle Grafiker, Grafikdesigner, Künstler, Studierende der Kunstakademien und Fachhochschulen für visuelle Kommunikation und jeder, der einen Plakatentwurf zum Oktoberfest gemäß den technischen und inhaltlichen Vorgaben hochladen konnte, war zur Teilnahme aufgefordert.

    Kommentar: lesen/eintragen weiterlesen...
  • Publikumabstimmung für das offizielle Oktoberfestplakat 2017 gestartet
    Publikumabstimmung für das offizielle Oktoberfestplakat 2017 gestartet

    Wiesn-Plakat 2017 - Publikums-Voting bis 25.1.17 auf muenchen.de

    Am Mittwoch, 11. Januar, startete auf dem offiziellen Stadtportal muenchen.de das Publikumsvoting für das Oktoberfestplakat 2017. Bis Mittwoch, 25. Januar, können Oktoberfest-Fans für ihr Lieblingsmotiv stimmen. Eingesendet wurden 143 Vorschläge, von denen nun 49 gültige Plakatentwürfe im Publikumsvoting zur Auswahl stehen. Die 30 beliebtesten kommen schließlich in die Endauswahl durch die Oktoberfest-Plakatjury.

    muenchen.de - Das Münchner Stadtportal
    Kommentar: lesen/eintragen weiterlesen...
  • Vorläufiger Schlussbericht vom 183. Oktoberfest in München
    Vorläufiger Schlussbericht vom 183. Oktoberfest in München

    Trotz leichtem Besucherrückgang - Wiesn 2016 war ein voller Erfolg

    Das 183. Oktoberfest begann am 17. September wie es am 3. Oktober endete: regennass und kühl. Spätsommerliche Temperaturen zogen in den Tagen dazwischen Wiesnbegeisterte aus München und dem Rest der Welt auf die Theresienwiese. Sie erlebten eine Wiesn „wie früher“. Entschleunigtes Bummeln war angesagt, die Zelte waren weitgehend für ein Zelt-Hopping offen und die Stimmung war insgesamt sehr entspannt. Nach Schätzung der Festleitung kamen 5,6 Millionen Gäste auf das Oktoberfest, das erstmals als „kleine Wiesn“ einen Tag länger dauerte. Besonders am letzten Wiesn-Wochenende kamen wieder Italiener (in Tracht) auf die Wiesn . Die Campingplätze vermelden vor allem Gäste aus Italien, aber auch aus Australien, Brasilien, Neuseeland, Uruguay und den USA.

    Kommentar: lesen/eintragen weiterlesen...